14.03.2017

Wild Beauty

Trauer um Reinhold Wild

Am 10. März 2017 starb Reinhold Wild, Gründer der Wild Beauty GmbH, im Alter von 73 Jahren. Als 'Paradiesvogel der Friseurbranche' bleibt er unvergessen.

Die Branche trauert um ihn: Reinhold Wild war wohl eines der bekanntesten Gesichter der Branche und sein beruflicher Lebensweg außergewöhnlich: Eigentlich Rechtsanwalt, gründete er 1994 nach 21-jähriger Tätigkeit als Managing Director und später Vorstandsvorsitzender bei Goldwell seine Firma Wild Beauty, um den Vertrieb der friseurexklusiven Marke Paul Mitchell zunächst in Deutschland zu übernehmen, und führte sie zu großem Erfolg. Nun leiten Sohn Noah, Tochter Mira und Ehefrau Kristina das Unternehmen, zu dessen Portfolio inzwischen auch die italienische Marke Kemon und die Make-up-Produkte von Stage Color gehören. 

Reinhold Wild wurde bereits 1994 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz verliehen, und er erhielt hohe Auszeichnungen nicht nur von Friseurverbänden. Er engagierte sich in vielfältiger Weise in seiner Gemeinde, Kirchengemeinde,  im Natur- und Tierschutz - regional und auch überregional, darunter beim Industrieverband Friseurbedarf. 

Die Trauerfeier fand auf Reinhold Wilds Wunsch hin im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Kränzen und Blumen wünschte er sich Spenden an den Verein 'Kultur im Schloss Heiligenberg e. V.' (IBAN: DE 92 5085 0150 0024 0050 20) oder an den 'Verein zur Erhaltung des Jugenheimer Schwimmbads e. V.' (IBAN: DE 45 5089 0000 0037 5413 03).

Die Friseurbranche wird Reinhold Wild nicht vergessen. Auch der Fachpresse war er partnerschaftlich verbunden. FRISEURWELT wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Reinhold Wilds Familie, seiner Frau Kristina, seinen Kindern Noah und Mira sowie deren Familien gilt unser aufrichtiges Mitgefühl.

 

Die Familie und die Mitarbeiter der Wild Beauty GmbH teilen mit:

Wir trauern um Reinhold Wild, 11. Juli 1943 - 10. März 2017, der nach einem glücklichen, erfüllten Leben seine letzte Reise angetreten hat.

Vieles war er für uns:
Querdenker – Mentor – Visionär
Kämpfer – Unternehmer – Cosmopolit
Vater – Freund – Ehemann
Eines bleibt er: UNVERGESSEN

Reinhold, Du wilder Paradiesvogel, wir vermissen Dich!

Kristina, Mira, Noah, Veronika, Daniel
und alle Wild Beauties


Die Erinnerungen an sein Lebenswerk hat er selbst verfasst:

Geboren in Michelstadt im Odenwald wuchs er in Frankfurt auf, wo er nach dem Abitur Jura studierte. Mit den Eltern und seinem jüngeren Bruder zog die Familie dann nach Darmstadt, wo er als junger Anwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht seine Karriere beim Arbeitgeberverband Südhessen begann. Von dort holte ihn Anfang 1970 der Goldwell-Firmengründer Hans Erich Dotter als Personalchef nach Eberstadt. Als enger Vertrauter und Weggefährte des Firmenchefs baute er das Unternehmen zusammen mit dem damaligen Verkaufsdirektor Helmut Kribber in rund 50 Ländern zu einem internationalen Player im Friseurgeschäft aus. Auf Wunsch des kinderlosen Inhabers suchte er Anfang 1990 einen Käufer für Goldwell mit der klaren Zielvorgabe, den Standort Eberstadt ebenso wie die Arbeitsplätze zu erhalten und sich zusätzliches Forschungs-Know-how zu sichern.
Drei Jahre später verließ er als Managing Director und Vorstandsvorsitzender Goldwell, um den langgehegten Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen, sicherte sich die Distributionsrechte der führenden Friseurmarke der USA, Paul Mitchell, zunächst für Deutschland und gründete am Wohnsitz in Seeheim die Wild Beauty AG, mittlerweile als GmbH geführt, deren Leitung nunmehr die Kinder Noah (31) – als Sprecher der Geschäftsführung – und Mira Wild (27) als Geschäftsführerin haben. Das Unternehmen hat neben Deutschland inzwischen auch die Vertriebsrechte für Österreich, Tschechien, die Türkei, Russland, mehrere ehemalige Sowjetrepubliken und Bulgarien. In der Zentrale in Seeheim werden mittlerweile rund 35 Mitarbeiter, im Außendienst rund 40 Handelsvertreter beschäftigt.

Neben seinen Leistungen als Unternehmer war Reinhold Wild stets auch ehrenamtlich und als Wohltäter in Seeheim-Jugenheim und darüber hinaus wirksam. 34 Jahre war er im Kirchenvorstand, lange Jahre Vorsitzender des Industrieverbands Friseurbedarf, 15 Jahre im Vorstand des Vereins zur Erhaltung des Freibads Jugenheim, war ein Hauptförderer der 'Kultur auf Schloss Heiligenberg' und zahlreicher philanthropischer und Umweltaktivitäten.

Er hat zahlreiche Ehrungen erfahren, darunter das Bundesverdienstkreuz, den Chevalier-Ritterorden der Intercoiffure-Weltorganisation, die Ehrenplakette des Zentralverbands des deutschen Friseurhandwerks, die goldene Ehrennadel des cat (Verband der Künste und Techniken der Friseure) und beispielsweise vom IOC für die Förderung der internationalen Schülerspiele.

Er ist zeitlebens viel und gerne gereist und meinte deshalb einmal ironisch, er müsse in seinem Herzen ein Beduine sein.
Nun hat er seine letzte Reise angetreten, denn Gott, unser Herr, hat ihn nach einem glücklichen, erfüllten Leben zu sich gerufen.
Seine letzten Worte widmete er seiner Familie, seinen treuen Mitarbeitern und all denen, die ihm zeitlebens verbunden waren und wünschte allen eine gute Zukunft und Gottes Segen.

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