28.05.2015

Meinung

Zeit für Veränderung

"Der Friseur ist ein hochkreativer Modeberuf", sagt Mario Krankl. Doch leider hat die Öffentlichkeit ein falsches Berufsbild, wenn es um das Handwerk des Haareschneidens geht.

Evelyn Karbach hat den Austrian Hairdressing Award verdient gewonnen.

"Die Öffentlichkeit muss endlich mitbekommen, dass das Image der typischen 'Friseuse' längst der Vergangenheit angehört", erklärt der erfolgreiche österreichische Friseur Mario Krankl und "Der Friseur ist ein hochkreativer Modeberuf, bei dem großes handwerkliches und menschliches Geschick erforderlich ist, ein Beruf, bei dem man täglich Menschen zufrieden stellen kann, bei dem man mittlerweile mehr Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten hat, als in vielen anderen Bereichen".

Laut Mario Krankl ist das ein akutes Problem der gesamten Branche, denn die Öffentlichkeit hat ein falsches Bild von Friseuren. Anlass zu diesem Versuch, auf die Schwierigkeiten des Friseurberufs aufmerksam zu machen, ist dass die 24-jährige Newcomerin Evelyn Karbach den Austrian Hairdressing Award 2015 abgesahnt hat. Sie ist Topstylistin und Showassistentin in Mario Krankls Team und zeigt nur zu deutlich, dass im Friseurhandwerk viel mehr möglich ist.

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Ihre Kollektion 'Towers' beschäftigt sich vor allem mit der Form der Frisur, die Harmonie zwischen Frisur, Kopf und Silhouette stand dabei im Vordergrund. Die Bildstrecke wirkt wegen ihrer reduzierten Formensprache klassisch und zugleich modern und setzt ein Statement in puncto Ästhetik der Formen.

Mario Krankl hofft, dass der Award seiner Mitarbeiterin nicht nur dem persönlichen Image der Stylistin und dem seines Betriebs, sondern der ganzen Branche dienen kann. Denn Evelyn Karbach zeigt, dass dieser Beruf all das bietet, was sie sich wünscht: Einerseits die tägliche Arbeit am Kunden, bei der sowohl das Geschick mit Menschen als auch fachliches Können gefragt ist und andererseits die Fotoshootings, bei denen sie sich kreativ ausleben kann. Mario Krankl betont: "Jeder Friseur, der das will und den Ehrgeiz hat, hat die Möglichkeit, bei Awards mitzumachen."

"Unsere Branche [...] hat ein akutes Problem, die Leute zu finden, die sie braucht: kreative, intelligente, geschickte, junge Menschen und in anderen Bereichen weiß man nicht wohin mit den Absolventen! Dieser Beruf wurde jahrelang schlecht geredet", so Krankl.
Aber in welchem anderen Beruf kann man schon mit nur 24 Jahren eine eigene Kollektion erschaffen und ein solches Feedback wie Evelyn Karbach bekommen?

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