12.11.2018

ZV

Gegen Mindestausbildungsvergütung

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) spricht sich gegen die vom Bildungsministerium geplante bundesweite Mindestausbildungsvergütung aus.

Jörg Müller. FOTO: ZV Friseurhandwerk

Im Folgenden das Statement des Hauptgeschäftführers Jörg Müller:

"Ein Ausbildungsvertrag ist kein Arbeitsvertrag. Auszubildende sollen sich vielmehr in Kombination von betrieblicher und berufsschulischer Qualifikation bilden. Die Pläne der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) folgen jedoch anderen Überlegungen", kritisiert Jörg Müller die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur geplanten Mindestausbildungsvergütung. Sie seien eine weitere Schwächung der Tarifautonomie, also des Aushandelns differenzierter Vergütungen durch Arbeitgeber und Gewerkschaften.

Bundesministerin Anja Karliczek hatte Ende der letzten Woche Eckpunkte eines neuen Gesetzesvorhabens vorgestellt, die darauf hinauslaufen, eine gesetzliche Vergütung für Lehrlinge an die Höhe des Schüler-Bafögs zu koppeln. Danach könnten Auszubildende eine gesetzlich vorgegebene Vergütung von mindestens 504,- € im Monat im 1. Lehrjahr beanspruchen. Im zweiten Lehrjahr soll die Vergütung auf 529,- €, im dritten auf 554,- € steigen.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks lehnt dieses Gesetzesvorhaben ab. Es ignoriere kleinbetriebliche Branchenstrukturen, schwäche die Tarifautonomie und gehe am Ende einzig zu Lasten der Betriebe.

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