22.11.2019

Baden-Württembergischer Handwerkstag

Gleichwertigkeit beruflicher Bildung

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau teilte die Einführung der Meister- sowie Meistergründungsprämie mit dem kommenden Doppelhaushalt mit.

Illustration: BWHT

Die vom Handwerk lange geforderten Prämien ermuntern auch Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold: "Wir schätzen es sehr, dass die Regierungskoalition die Meisterprämie im Haushalt durchsetzen konnte - wurde sie doch lange Zeit von der Landesregierung abgelehnt. Besonders erfreulich ist die zusätzliche Förderung von Betriebsgründungen durch Meister. Die Kombination aus beiden Prämien macht aus vielen Gründen Sinn. Wir sind überzeugt, dass es mehr Selbstständige geben wird; meistergeführte Betriebe bleiben besonders lange am Markt, sie bilden aus und schaffen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Dieser Kreislauf kommt also letztlich der Gesamtwirtschaft des Landes zugute."

In den Folgejahren suchen etwa 20.000 Betriebe im baden-württembergischen Handwerk einen Nachfolger. Laut Reinhold wird eine Betriebsübernahme durch die Gründungsprämie noch attraktiver. Gleiches gelte auch für die berufliche Bildung insgesamt. Durch die Meisterförderung sei ein großer Schritt auf dem Weg zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gemacht worden. Das zeige jungen Menschen, dass eine Karriere im Handwerk Zukunft hat und dies genauso von der Politik gesehen wird.

 

 

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