29.10.2019

HWK Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld

Ausbildung sichert Qualität

Als neuer Präsident der HWK OWL zu Bielefeld ist es das Anliegen von Peter Eul, Einsatz im Handwerk zu zeigen und in OWL auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.

Foto: deteringdesign

Ich bin aus Tradition und Überzeugung Handwerker. Ich habe Spaß daran, Menschen mit meiner Arbeit von ihrer besten Seite zu zeigen, das gibt mir Erfüllung. Für mich ist Ehrenamt eine Lebensaufgabe. In meinem neuen Amt als Präsident möchte ich mich mit aller Kraft dafür einsetzen, das Handwerk in OWL auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Ein wichtiger Fokus liegt auf der Nachwuchssicherung durch die duale Ausbildung, für die ich weiterhin unermüdlich werben werde.

Denn Fachkräfte und Auszubildende sichern die Zukunft sowohl im Friseurhandwerk als auch in allen anderen Gewerken in Deutschland. Die Bundesrepublik braucht eine Bildungswende. Berufsbildung muss die gleiche finanzielle Förderung erfahren wie die akademische Ausbildung. Es kann nicht sein, dass die Absolventen einer Meisterausbildung zahlen müssen, aber das Masterstudium frei ist. Erst wenn die Gleichwertigkeit beider Ausbildungswege auch gesellschaftlich anerkannt ist, werden die hervorragenden Karriereperspektiven im Handwerk so wahrgenommen, wie sie es verdienen. Die Handwerkskammer OWL, die Fachverbände und Innungen müssen weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Begeisterung für das Handwerk wieder zu entfachen. Auch im Friseurhandwerk fehlen qualifizierte Auszubildende, die Gesellinnen und Gesellen, die Meisterinnen und Meister von morgen.

Nur mit geeigneten Fachkräften können Handwerksunternehmerinnen und -unternehmer weiterhin herausragende Produkte und Dienstleistungen anbieten und auch die Unternehmensnachfolge bewältigen. Jeder Handwerker und jede Handwerkerin, jeder Friseur und jede Friseurin sind aufgerufen, für das eigene Handwerk aktiv zu werben. Handwerklich zu arbeiten bringt Erfüllung und Zufriedenheit. Das muss rüber kommen, wenn über das Handwerk gesprochen wird. Der Wirtschaftszweig Handwerk und in vorbildlicher Weise das Friseurhandwerk sind „offen“. Offen für Menschen mit ganz unterschiedlichen schulischen Laufbahnen und Biografien. Ob jemand aus Deutschland oder einem anderen Land kommt oder sogar fliehen musste, spielt keine Rolle bei der Ausübung der handwerklichen Tätigkeit. Allerdings muss gewährleistet sein, dass die Leistung stimmt. Eine fundierte Ausbildung legt die Basis.

Grundlage ist und bleibt bei der Gründung im Friseurhandwerk der Meistertitel. Wenn die Inhaberin oder der Inhaber eines meisterpflichtigen Handwerksbetriebes selbst über keinen Meistertitel verfügt, kann stattdessen eine Meisterin oder ein Meister in Vollzeit eingestellt und als Betriebsleitung in die Handwerksrolle eingetragen werden.

Erhält die Bielefelder Handwerkskammer aber konkrete Hinweise, dass sich Betriebe nicht daran halten und der angegebene Meister oder die Meisterin im Betrieb nicht anwesend ist, lässt sie dieses durch Außendienstmitarbeiter prüfen. Um gegen Verstöße vorzugehen oder diese gleich zu vermeiden, steht die Bielefelder Handwerkskammer im Gespräch mit den Ordnungsämtern in der Region.

Das Friseur-Handwerk ist stolz auf sein hohes Niveau, das muss aufrechterhalten werden, dafür setzen sich die Handwerkskammern und die Fachverbände ein.

Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld seit dem 26. Juni 2019 und selbstständiger Friseurmeister

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